Sex: Mit oder ohne Liebe? Real oder Virtuell?

Manche meinen ja, Sex ohne Liebe sei nicht möglich. (Die Mehrheit sagt, Liebe ohne Sex sei nicht möglich.) Meistens unterscheiden gerade Männer und Frauen. Männer können eher ohne Liebe Sex haben als Frauen. Die, die ich bisher befragt hab, haben mir das bestätigt. Auffällig war, dass die Frauen, die auch Sex ohne Liebe haben konnten es dann auch im Extrem bzw. wesentlich häufiger praktiziert haben. Warum? Ich weiß es nicht. Frauen scheinen da polarisierender zu sein als Männer.Beiden gleich ist jedoch in den meisten Fällen die Sympathie. Aus meinen bisherigen Erfahrungen kenne ich sowohl Sex mit Liebe, Sex mit Sympathie und einfach nur Sex, um Sex zu haben. Neuartig und wohl mit dem Zeitalter der globalen Vernetzung aufgekommen sind die virtuellen Varianten bzw. Varianten ohne Körperkontakt, beispielsweise durch Cyber-Sex (CS), Videochat-Sex oder auch, wenn auch schon länger existierend Telefonsex (TS). Und es gibt meiner Meinung nach wesentliche Unterschiede.

Sex mit Liebe

Ist wohl die gängigste Variante :-) . Und rückblickend muss ich sagen, jedes Mal war schön, egal ob kurz, lang, wild, sanft, gewohnt oder experimentell. Die Intensivität ist wesentlich höher, der Austausch an Zärtlichkeiten wird im Gegensatz zu den anderen Varianten auch wesentlich mehr Bedeutung beigemessen. Es ist die Verschmelzung zweier Körper zu einem mit wildem Herzklopfen und dem Gefühl, zu lieben und gleichzeitig geliebt zu werden. Als Fazit: Definitiv die bevorzugte und beste Variante!

Sex aus Sympathie

So hab ich es jetzt einfach mal betitelt. Ich meine damit zum Beispiel, dass man jemanden trifft, ihn sympatisch und anziehend findet und sich vorstellen kann oder aber auch den insgeheimen Wunsch hegt, mit dem Menschen Sex zu haben, einfach so, völlig unverbindlich. Und man merkt selber dabei, dass es keine Liebe ist. Das Kribbeln und das Herzklopfen fehlen oder sind nicht so intensiv, wie wenn man verliebt ist. Wie lange man denjenigen kennt, ist dabei unerheblich. Sex allein der Sympathie und Anziehungskraft wegen hatte ich auch schon und es war prickelnd und schön. Nicht zwingendermaßen der Sex an sich, aber das Gefühl dabei. Fazit: Gern mal wieder, wenn ich nicht gerade vergeben bin :-) .

Einfach nur Sex

In dem Fall spreche ich mal als Mann für meine Person. Es geht nur um Sex. Gefühle, Vorspiel, Zärtlichkeiten — alles egal. Es geht einfach nur um Sex. Möglichst unkompliziert und direkt. Dazu kommt: Selbst die Person ist weitestgehendst egal. Ein optischer Anreiz sollte natürlich schon gegeben sein. Dieser Umstand kommt meist Hand in Hand mit zuviel Alkohol. Und dann wird die Frau zum Objekt. Die Erfahrungen, die ich hinsichtlich dessen bisher gemacht hab, waren allesamt sehr unbefriedigend. Man will zwar Sex, aber er ist nicht gut, es ist nicht prickelnd und auch nicht wirklich befriedigend, zumindest nicht auf Dauer. Der Morgen danach oder auch der Tag danach, manchmal auch die Woche danach sind bei mir meistens von einer Frage geprägt: Warum nur hab ich das gemacht? Und was hat es mir gebracht? Und jedes Mal (es waren zum Glück nicht allzu viele Male) merke ich: Es hat mir nichts gebracht. Nicht mal an Erfahrungen bin ich reicher geworden. Mein Fazit: Das muss nicht wiederholt werden.

Cyber-Sex

Diese seltsame und abstrakt wirkende “Form des Sex” kenn ich auch — regt die Phantasie an und erfordert Eigenarbeit ;-) . Ich meine damit das im Chat bekannte “CS” (nicht: Counter Strike, sonder Cyber-Sex). Meist auch im Chat “praktiziert”. Daher wird es anstrengend, wenn man permanent Text lesen muss. Interessant ist es dadurch, dass man an Phantasien anderer teilhaben kann und Phantasien ausprobieren kann, die man im realen Leben sicher nie praktizieren würde. Daher benötigt man natürlich auch eine gewisse Phantasie. Fazit: Unvergleichbar zu realem Sex und muss ich auch nicht wiederholen. War jedoch eine Erfahrung wert.

Telefon-Sex

Im Vergleich zum sogenannten CS wesentlich besser, dadurch dass man einen weiteren Reiz hat: Die Stimme des Gegenüber. Anfangs scheint es sehr abstrakt, insbesondere, da man uns Männern die Multitasking-Fähigkeit abspricht, was wir dankend annehmen :-) , dennoch waren es interessante Erfahrungen. Alleine, das Vertrauen soweit aufzubringen, sich jemanden am Telefon “hinzugeben” war für mich anfangs schon ein verrückter Gedanke. Etwas hinderlich jedoch ist, dass einer von beiden den aktiven Part übernehmen muss (?) und mit nahezu malerischen Beschreibungen die Phantasie des anderen anregen muss. Frauen haben da mit einer Vielfalt von Hilfsspielzeugen einfach einen Vorteil! Und wir nicht multitasking-fäigen Männer müssen Eigenarbeit leisten :-) . Mein Fazit dazu: War interessant und prickelnd, die Stimme dazu verlieh den entscheidenden Kick, jedoch steht es realem Sex in jeder Hinsicht nach.

Meine Meinung

Insgesamt muss ich dazu sagen: Das beste für mich ist und bleibt Sex mit einem Partner, den ich liebe und von dem ich geliebt werde. Wie ist es bei euch? Über Feedback zum Thema würd ich mich freuen!

Eine Antwort zu “Sex: Mit oder ohne Liebe? Real oder Virtuell?”

  1. unverbluehmt Sagt:

    Jeder der Spielarten von Sex hat ihren eigenen Platz und eigenen Reiz. Und sie können auch nebeneinander existieren. Der Sex mit Liebe ist ganz anders als der ONS mit einer Unbekannten, Telefonsex regt andere Fantasien an udn SEx aus Sympathie (z.B. bei Freundschaft) kann auch für beide nähe und Befriedigung ohne belastende Verwicklungen bedeuten.

    Deswegen bin ich auch für alle Varianten offen, denn sie erfüllen für sich jeweils einen reizvollen Teil :-D

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